Vergrößerung mit Fernoptik

Wofür verwendet man welche Vergrößerung und wie macht sich das dann bemerkbar?


Hier eine einfache Übersicht:

  • 1-fache Vergrößerung: normales Sehen
  • 2,5 bis 3,5-fache Vergrößerung: Opernglas. Es liefert ein großes, lichtstarkes Blickfeld für Theater und Opernvorführungen
  • 4 bis 6-fache Vergrößerung: spezielle Ferngläser für Sehbehinderte
  • 7-fache Vergrößerung: ideal für Marineferngläser, da Schiffsbewegungen noch ganz gut ausgeglichen werden können
  • 8-fache Vergrößerung: häufigste Fernglasvergrößerung, optimal für Fernglasbeobachtung ohne Aufstützen
  • 10-fache Vergrößerung: vor allem beliebt für Ferngläser von Vogelbeobachtern (kleine Objekte!) aber bereits etwas wackelanfällig
  • 12-fache Vergrößerung: nur noch mit aufgestützten Armen gut verwendbar. Höchste binokulare Vergrößerung, die also mit beiden Augen gemeinsam entspannt genutzt werden kann
  • 15-fache Vergrößerung: Spezialgläser im Militärbereich, manchmal noch binokular
  • 20 bis 60-fache Vergrößerung: monokulare (=einäugig zu nutzende) Spektive zur terrestrischen(=Erd-) Naturbeobachtung, nur in Verbindung mit Stativ
  • 40 bis 400-fache Vergrößerung: astronomische Teleskope

Die Vergrößerung bei astronomischer Beobachtung mit Teleskopen

Die Vergrößerung bei astronomischer Beobachtung mit Teleskopen läßt sich leider nicht beliebig vergrößern.
Es gilt: Je höher die Vergrößerung, desto größere Durchmesser benötigt ein Teleskop.
Daraus ergibt sich bei jedem Teleskop eine sogenannte maximal sinnvolle Vergrößerung, die bei guter Optik dem ca. 2,5-fachen des Teleskopdurchmesssers entspricht.
Je weiter man diese Vergrößerung überschreitet, umso schlechter wird das Bild, unabhängig von der Qualität der Optik – man spricht von leerer Vergrößerung.
Diese gilt in unseren Breiten spätestestens ab 400-facher Vergrößerung, da durch die atmosphärischen Bedingungen der Erde spätestens dann keine gute optische Beobachtung mehr möglich ist.

Hier geht’s zur Simulation der verschiedenen Vergrößerungen